Sein Haus wird versteigert, nachdem er seinen Job verloren hat, aber seine Mitbürger kaufen es für ihn zurück

von philine

11 September 2019

Sein Haus wird versteigert, nachdem er seinen Job verloren hat, aber seine Mitbürger kaufen es für ihn zurück
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Wenn man bestimmte Altersschwellen überschreitet, wird es immer schwieriger, sich selbst zu überdenken und in neue Erfahrungen und Aktivitäten zu projizieren, insbesondere aus Sicht der Arbeit.

Die Situation für viele Menschen, die nach dem 50. Lebensjahr ihren Arbeitsplatz verlieren - und für ihre Familien - kann in der Tat wirklich schwer sein, so dass sie in eine Situation großer Schwierigkeiten geraten.

Das ist leider einem 56-jährigen Arbeiter passiert, der in Tula lebt, einer Stadt mit 1500 Einwohnern in der Provinz Sassari im Norden Sardiniens. Die Verzweiflung und das Unbehagen des Mannes sind jedoch dank der schönen Geste seiner Mitbürger ein wenig Ruhe gewichen. Lasst uns herausfinden, was passiert ist.

via L'Unione Sarda

Gianni Careddu/Wikimedia

Gianni Careddu/Wikimedia

Tomasino heißt der 56-Jährige, der genau das erlebt hat, was viele seiner Altersgenossen befürchten: seinen Arbeitsplatz zu verlieren und dadurch die Hypothekenraten nicht mehr bezahlen und die Familie ernähren zu können.

Nachdem die Bank die Unmöglichkeit der Zahlung der monatlichen Raten überprüft hatte, beschloss sie, die Immobilie zu beschlagnahmen und sie dann für 27.000 Euro zu versteigern. Der Mann befand sich also in einer wirklich komplizierten Situation, auch weil nicht nur er im Haus lebte, sondern auch seine Frau und seine zwei Kinder.

Er beschloss daher, sich an den Sozialdienst der Gemeinde Tula zu wenden, um auf seine Situation hinzuweisen und um Hilfe zu bitten. Wie so oft in kleinen Dörfern, verbreiten sich die Nachrichten schnell und kapillar. Als die Bewohner der sardischen Stadt erfuhren, was mit Tomasino geschah, beschlossen sie, eine echte Wand der Solidarität zu gründen und sich persönlich für ihn einzusetzen.

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Pxhere

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Mit großem Altruismus haben sich Bürger, Verbände, Komitees und Gemeinden zu einer großen Spendenaktion zusammengeschlossen, die hervorragende Ergebnisse erbracht hat. Dank der erhaltenen Spenden sowie der eigens zu diesem Zweck eingerichteten gemeinnützigen Lotterien erhielten die Kassen der Tulesianer das Geld, das sie brauchten, um das Haus des Arbeiters auf einer Auktion zu kaufen und sie somit an ihn zurückzugeben.

Das gemeinsame Engagement war enorm, ebenso wie das Bewusstsein, das durch die Geschichte des Tomasinos geweckt wurde. In Zeiten, in denen Solidarität und Menschlichkeit allzu oft vergessen oder beiseite geschoben werden, ist es schön zu wissen, dass es immer noch Realitäten gibt, die es schaffen, sich um der weniger Glücklichen willen zu vereinen.

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